Freitag, 17. Juli 2015

European River Parliament- Erlebnisbericht

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Das European River Parliament ist eine Jugendbegegnung, die sich für den Flussschutz auf EU-Ebene eingesetzt hat. Vom 8.-14 Juli 2015 verbrachten über 60 Jugendliche aus der EU, Georgien, Palästina, Israel undJordanien in Brüssel und arbeiteten die ganze Woche auf das große Treffen mit EU-PolitikerInnen hin um ihnen unserer Youth-Manifest zu übergeben.
Die ersten anderthalb Tage verbrachten wir damit um uns Kennen zu lernen und uns gegenseitig von runseren Aktionen und Projekten zu berichten. Die TeilnehmerInnen aus Osteuropa waren besonders engagiert, Georgien hatte mit insgesamt 19, die meisten Teams wovon 4 in Brüssel vertreten waren.
Mit den geteilten Erfahrungen von unsern Herausforderungen, Aktionen und den Problemen unserer Flüsse machten wir uns dann ans Arbeiten. In 3 großen Arbeitsgruppen erschufen wir ein Theaterstück, einen Flashmob und Ausstellungstag und ein Jugend-Manifest [Download] zum Thema Umweltschutz.





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Bevor es am Montag den 13.7 dann ins Europäische Parlament ging, genossen wir am Samstag einen halben Tag in Brüssel, mit Pommes und Waffel, nachdem wir zum Mittag schon zum erst mal unsere Ausstellung in einem Park der Öffentlichkeit präsentieten. Wir hatten verschiedene Stadtionen und Flashmobs, wie eine Wand wo Passanten ihre

Statements zum Flussschutz auf kleine Papierfische schreiben konnten oder einen „Wave-Diving“ – Flashmob, bei dem alle ihre Wünsche für Flüsse aufschreiben könnten um dann von einem Fluss aus Jugendlichen getragen zum werden damit diese Wünsche auch wahr werden.

Sonntag ging es dann nach Ostende eine kleine Stadt an der Nordseeküste wo wir wieder unsere Ausstellung aufbauten, diesmal fest angebunden, denn das gute Nordseewetter ist sehr windig. Die Ausstellung alleine war aber nicht der einzige Grund warum wir ans Meer gefahren sind. In die Ostsee fließen viele große Flüsse in Westeuropa darum haben wir auch gemeinsam mit ein einigen Einheimischen einen Big Jump in die raue Nordsee gewagt, glücklicherweise war es die letzten Tage recht heiß gewesen und das Wasser dem entsprechen warm. Trotzt starker Strömung hatten wir sehr viel Spaß im Meer und den Wellen.

Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit, nach einem etwas hektischen Start erreicht wir gerade noch den Bus und füllten diesen bis auf den letzen Zentimeter. Da bis in der Nacht zu vor die Finanzminister eine Sitzung hatten, waren die Straßen gesperrt und wir mussten bei einer anderen Haltestelle austeigen und noch unseren Weg durch das Europa Viertel in Brüssel bahnen bis wir endlich am Europa-Parlament angekommen waren. Den Vormittag verbrachten wir damit durch das Parlament geführt zu werden und bekamen interessante Einblicke in den EU-Politiker Alltag.
Die verregnete Mittagspause verbrachten wir in einem Kaffee bis es dann wieder zurück ins Parlament ging, diesmal aber nicht wieder in den Touristischen Bereich, sondern dort hin wo die Verhandlungen stattfinden.  Es war zwar nicht der große Plenarsaal sondern nur ein kleiner neben an, aber man konnte an der Atmosphäre spüren das hier große Politik gemacht wird. Langsam füllte sich der Raum zuerst nur mit uns Jugendlichen aber dann kamen auch einige Abgeordnete und Kommissar-Mitarbeiter unter anderem Alberto Parenti und Nicole Wanders-Wengler von aus der Kommission für Umwelt. Als es den Anschein nahm das es jetzt ruhiger werden würde standen auf einmal ein paar unserer jungen Umweltschützer auf und gingen lautstark durch den Raum, wir anderen die noch bei keiner Probe dabei waren bauchten auch ein paar Momente um zu verstehen das das Theater angefangen hatte. 
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An mehreren Orten im Raum gleichzeitig wurden Szenen aufgeführt und das Publikum besonders die Politiker wurden mit einbezogen. Mit einem lauten „Listen“ (en), das 5-mal wiederholt wurde endete die Vorstellung und mit der anschließenden Stille bewegten sich die 3 Leserinnen des Jugendmanifests (siehe unten) auf die Bühne. Mit ruhiger und betonter Stimme lasen sie die Forderungen der Jugendlichen vor.
 

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Im Anschluss wurde dazu Stellung genommen und Feedback gegeben. In einigen Punkten stimmte man von Seiten der Kommission zu und man lobte das Engagement der Jugend. Doch vor allem bei dem Punkt wie man den die Jugendlichen in Zukunft informieren könnte über die neusten Geschehnisse in der EU-Umweltpolitik gab es Uneinigkeiten und mit der Aussage das es sehr Technisch sei und nicht interessant abgetan. Einzig von der Seiten der Bathwater-Directive gab es eine Einladung sich an ihrer Facebook-Seite, wo sie regelmäßig ihre Fortschritte posten, aktiv zu werden.
Das Gesamtergebnis war durchaus positiv, man einigt sich darauf in Zukunft mehr zusammen zu arbeiten und das sich Politiker und Jugendliche regelmäßig über ihre Arbeit austauschen, indem zum Beispiel Jugendliche von ihren Aktionen und Projekten Berichten, welche dann von den Politikern an die Kommission als Best-Practice-Beispiele weitergeleitet werden.

Am Abend wurde dann noch ausgelassen gefeiert, bzw. traten die ersten schon wieder die lange Heimreise an. Am nächsten Tag brachen dann nacheinander alle TeilnehmerInnen nach Hause auf, mit tollen Erinnerungen und vielen neuen Freunden im Gepäck. 
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